Schlafmedizin

60% – 70% aller Männer und ca. 40% aller Frauen über 60 Jahre schnarchen. Dies ist in erster Linie mit Störung der Nachtruhe des Partners verbunden. Kommen nächtliche Atemaussetzer (Apnoen) hinzu, kann Ihr Blut nicht genügend Sauerstoff über die Lunge aufnehmen. Eine Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff ist die Folge. Ihre Gesundheit ist in hohem Maße gefährdet. Bluthochdruck, depressive Verstimmungen, Tagesmüdigkeit, Sekundenschlaf beim Autofahren können zum Beispiel ernste Auswirkungen von Schlafapnoen sein. Informationen zum Thema Schnarchen, Schlafapnoe und der Therapie mit Schnarchschienen bzw. Zahnschienen finden Sie hier.

Schnarchen entsteht durch Flattern und Schwingen des verengten Rachens. Die Muskulatur entspannt und der Unterkiefer und die Zunge fallen nach hinten. Wird der Rachenraum dadurch völlig blockiert, werden so Atemaussetzer verursacht.

Wir als Zahnärzte können folgendes für sie tun:

  • Screening mittels eines Gerätes, welches die Schnarchereignisse, Atemaussetzer, sowie
    den Sauerstoffgehalt des Blutes während der Nacht aufzeichnet.
  • Überweisung in ein Schlaflabor oder zu schlafmedizinisch weitergebildeten Ärzten – Anfertigung individueller Schnarcherschienen nach Diagnosestellung durch den Schlafmediziner.

Schnarcherschienen werden individuell angepasst und hergestellt. Sie sind zweigeteilt. Diese sogenannten Unterkiefer-Protrusionsschienen können bei Schnarchen sowie bei leicht- bis mittelgradiger Schlafapnoe eingesetzt werden. Sie dienen dazu, den Unterkiefer und die Zunge am Zurückfallen zu hindern. So werden ihre Lungen mit genügend Luft gefüllt und die Sauerstoffversorgung des Blutes ist wieder ausreichend. Sie und Ihr Partner werden ruhig, erholsamer und gesünder schlafen.

Schnarchen und Schlafapnoe: Behandlung mit Zahnschienen, Schnarchschienen

Schnarchen Kinder, sollten sie unbedingt einem HNO-Arzt oder einem qualifizierten Schlafmediziner vorgestellt werden. Oftmals haben Schnarchkinder schlechte schulische Leistungen, sind unkonzentrierter oder neigen zu Hyperaktivität. Bei Kindern liegt die Ursache des Schnarchens bzw. der Schlafapnoe oft in zu großen Rachenmandeln, die sich sogar berühren können. Diese übergroßen Tonsillen werden nach Diagnosestellung vom HNO-Arzt verkleinert.

Wir sind Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Schlafmedizin (DGZS).